Podcast “Was bewegt DICH?” – Issue #1

In unserem podcast “Was bewegt DICH?” sprechen mein Kollege Jörn Werner, der die Geschicke von Branchenriesen wie A.T.U. geleitet hat, und ich mit Persönlichkeiten, aus Gesellschaft und Wirtschaft: Echte Macherinnen und Macher. Persönlich, kurz und bündig. Denn so sagen wir’s in der Oberpfalz: Mit dem Reden kommen die Leut’ zusammen.
Unser Gast beim ersten Gespräch: Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny.
Eine Kleinstadt gegen Corona
„Was bewegt Dich gerade?“, beantwortet das Stadtoberhaupt klar mit Corona: „Nicht nur, wie können wir die gesundheitlichen Folgen abfedern, sondern auch wie kommen wir wieder raus? Was wir verwaltungstechnisch zwangsweise erlernen mussten – vom Home Office bis über Terminvereinbarungen – wollen wir beibehalten.“ Eine große Chance sieht für mittelgroße Städte wie Amberg, die „Sicherheit und Lebensqualität“ bieten. Digitalisierung und Smart City würden wirtschaftlich eine große Rolle spielen, wenn auch nicht in allen Branchen: „In der Gastronomie zum Beispiel hilft uns am meisten gutes Wetter und die Lust der Leute, sich wieder zusammen zu setzen“, so Cerny.
Digitalisierung in Amberg
Spezielle Amberger Stärken wie Maschinenbau und Automatisierung seien „von der Digitalisierung getrieben“. Beispielsweise Zulieferer der Automobilbranche, die bereits in die Digitalisierung eingestiegen sind, sieht unser OB angesichts des Strukturwandels klar im Vorteil. „Ohne den Willen, die Lust und den Mut die Digitalisierung noch schneller voran zu treiben, wird es der eine oder andere nicht überstehen und – das sehen wir an allen Ecken und Enden – dann wird’s schnell existenziell.“
Das Gefühl fürs Miteinander
Persönlich wurde Cerny bei der Frage nach der größten und tiefsten persönlichen Erkenntnis: „Ich bin der typische Papa!“ Die Geburt eines Kindes sei das Prägendste, was einem Menschen passieren könne. „Du hast vorher für Dich Pläne und von einer Sekunde auf die andere ändert sich die Einstellung – welchen Sinn hat mein Leben?“ Cernys Antwort: „Du weißt, ich bin für andere da.“ Deshalb legt der ausgebildete IT-Fachmann mit 24 Jahren kommunalpolitischer Erfahrung Wert auf beides: Technikbegeisterung ist genauso wichtig wie Verantwortung und Solidarität der Gesellschaft untereinander, „das Gefühl fürs Miteinander“.
Beim anschließenden Anprobieren der neusten Version der Microsoft-Hololens 2 bewies Cerny Geschick: Unser Bürgermeister kennt sich aus! Anregend war auch das Gespräch über eine künstliche Intelligenz, mit der wir für unsere Kunden arbeiten. Denn sie erkennt künftige Marktentwicklungen und macht notwendige, kostspielige Innovationen berechenbar.

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